Wie gefährlich ist Stress? Teil 2: Herzrasen, Schwitzen & die Macht der Gedanken

Wie gefährlich ist Stress? Teil 2: Herzrasen, Schwitzen & die Macht der Gedanken

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Herzrasen ist wunderbar. Wenn Du nervös oder verliebt bist.



Gesundheit beginnt oder endet mit jedem Gedanken




Ängste, Unsicherheiten und krankmachende Gedanken

In dem ersten Teil dieses Artikels habe ich über den Einfluss von Arbeit auf Stress geschrieben. Heute geht es um das Interieur, die Gedanken.

Auch und vor allem das Denken, kann in unserem Körper Stress auslösen und zu denen im ersten Teil des Artikels beschriebenen Prozessen im Körper führen.

  • Der in uns ständig stattfindende inneren Monolog, den viele meist gar nicht wahrnehmen, kann dazu führen, dass wir uns gestresst oder schlecht gelaunt fühlen.

  • Andere Ursachen können aber auch traumatische Erlebnisse sein die nicht, oder nicht vollständig verarbeitet wurden.

  • Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern



    Selbstkommunikation

    Das ist die Kommunikation, die die ganze Zeit in unseren Köpfen stattfindet. Den ganzen Tag. So wie jetzt gerade.

    Nimmst Du sie wahr?

    Es ist die Stimme in Deinem Kopf die sagt: „So ein Quatsch.“ oder „Das ist ja interessant.“ oder was auch immer dort gerade vorgeht.

    Und sie ist immer präsent.

    Meist findet Selbstkommunikation unterbewusst statt und geht in der zumeist sehr lauten und ständig reizüberfluteten Welt unter.

    All zu oft unternehmen wir auch unterbewusst viel, um diese Stimme nicht wahrzunehmen. Ständig Musik, Handy, Fernseher. Immer irgendetwas reden müssen, immer unterwegs sein, viel arbeiten. Machen, machen, machen und sich nicht erlauben, zu sein.

    Und ich kann das gut verstehen, wer hat schon Bock auf schmerzhafte Gedanken? Auf die Dinge, die doch längst vergangen sind, die uns früher schon so sehr geschmerzt haben, uns wachhielten und uns an allem Zweifeln ließen.

    Aber ist der Schmerz wirklich vergangen? Oder steht er Dir immer noch im Weg? Gibt es Gründe, warum Du scheinbar nicht vorankommst?


    Wer sich etwas mit sich selbst beschäftigt, der kann unfassbar viel Nutzen daraus ziehen, sich wahrzunehmen und mal genau hinzuhören, wie wir den ganzen Tag mit uns Selbst über uns und über andere reden.


    Stressvolle Gedanken aus der Vergangenheit

    Das Thema der Selbstliebe oder der Selbstkommunikation bringt gerade bei den Menschen, die sich sehr wenig wahrnehmen, Unverständnis und Hohn hervor.

    Denn oft ist das sogenannte Ego an vorderster Front. Das ist die Instanz, die richtet und urteilt.

    Das ist auch genau der Teil in uns, der uns davor bewahrt zu fühlen, was wir nicht fühlen wollen.

    Dazu gehören Kindheitserinnerungen, schlechte Erfahrungen, Traumata und all das, was wir von außen durch die Menschen und die Gesellschaft die uns umgibt aufgenommen haben.

    Leider werten wir diese Dinge oft fälschlicherweise als -unsere Gedanken – unsere Meinungen – unser Schicksal.

    Diese Fragmente unserer Vergangenheit häufen sich in uns an und irgendwann ist der Berg vielleicht so groß, dass wir gar nicht mehr sehen, was da eigentlich unter ist. Und dann wird’s immer schwerer, die Gedanken in uns zu orten, die Stress auslösen.

    Deswegen ist es umso wichtiger, sich mit stressvollen Gedanken auseinanderzusetzen, bevor wir sie in eine vielleicht sowieso schon übervolle Schublade stecken und hoffen, dass sie dort in der Versenkung untergehen.

    Das tragische ist also nicht unbedingt das Vorhandensein des Ego, sondern die Rolle die es spielt und in welchem Maß es agiert. Denn das ständige Hochholen von alten Erinnerungen, von Verletzungen und schmerzenden Gedanken löst Stress im Körper aus. Adrenalin wird freigesetzt und die ganze Kette setzt sich in Gang.

    Und passiert das alles unterbewusst, weil wir uns mit Ablenkung betäuben, ist es umso gefährlicher.

    Der Körper fängt alles auf, was der Kopf denkt.


    Durchläufst Du also einen stressvollen Gedanken (unterbewusst oder bewusst) immer und immer wieder, löst das in Deinem Körper ähnliche Stoffe und Prozesse aus, als würdest du real wieder in dieser Situation sein.

    Es kommt zu Stressreaktionen und zu in Part 1 aufgeführten Abläufen.

    • Die Schultern sind angespannt, die Hände zu Fäusten geballt während wir irgendwas machen, die Beine wackeln ständig oder wir knabbern an den Nägeln.

    Manchmal nehmen wir das erst wahr, wenn uns jemand darauf hinweist. Denn das alles sind Reaktionen, die meist unbewusst durch irgendwelche Denkprozesse ausgelöst werden.

    • Du bekommst Herzrasen, Du schwitzt, der Blutdruck steigt, es wird Adrenalin ausgeschüttet.

    Du weißt vielleicht manchmal nicht warum Du dich gerade so fühlst wie Du dich fühlst, aber Dein Körper signalisiert Dir immer, wenn in Deinem Inneren etwas stressvolles in Gang ist.

    • Du kannst dann vielleicht nicht schlafen oder wirst mitten in der Nacht wach, Dir ist schwindlig oder schlecht oder Du bist ständig krank.


    Das alles können(!) psychosomatisch ausgelöste Symptome sein, bedingt durch stressvolle Gedanken.

    Deswegen ist es so wichtig, dass Du die Signale deines Körpers nicht als unwichtig abtust. Denn dies sind die Richtungsweiser unserer Seele, sie zeigen Dir, wo Arbeit ist. Wo ein seelischer Haufen Altlast liegt, der immer missachtet wurde;

    und vor allem zeigen sie Dir, wo Deine Freiheit liegt.

    What imprisions you, also points to your freedom.


    Denn nur wer sich seiner schmerzvollen Vergangenheit bewusst ist, sie zulässt und akzeptiert, dass sie vorbei ist, kann sich aus ihr befreien.

    Das grandiose an der Vergangenheit? Sie ist vorbei. Für Immer.

    Sie kommt nicht wieder. Also warum sie immer wieder in das Heute holen und sich den Schmerz von damals auf den Plan rufen.

    Lass’ es los und es lässt dich los.

    live. love. be yourself.
    Sabrina



    Welche Erfahrungen hast Du mit stressvollen Gedanken gemacht? Wie hast Du Dich davon befreit?


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