Wie gefährlich ist Stress? Teil 1: Die liebe Arbeit, zu wenig Schlaf & zu viel Kaffee

Wie gefährlich ist Stress? Teil 1: Die liebe Arbeit, zu wenig Schlaf & zu viel Kaffee

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Ein Abriss.


Wer erst dann gesund lebt wenn er merkt, dass er krank ist, hat das Leben nicht verstanden.



Psychosomatik und die gesundheitlichen Folgen von Stress

Bestimmt hast Du schon einmal die Bezeichnung psychosomatische Krankheit gehört. Unter diesem Begriff fallen jene Beschwerden, die keine organische Ursache haben, sondern eine von der Psyche hervorgerufene Reaktion im Körper auslösen, die dann -im schlimmsten Fall- organische oder pathologische Folgen nach sich ziehen kann.

In der Psychosomatik gibt es:

– zum einen die rein psychische Störung die beim Betroffenen zu Problemen und großem Leid führen kann (jedoch ohne pathologische Merkmale)

und

– zum anderen organische Erkrankungen, bei deren Entstehung die Psyche eine wesentliche Rolle spielt.



Immer wieder hört man Sprüche wie:

Das schlägt mir auf den Magen.

Da bleibt mir vor Angst die Luft weg.

Ich nehme mir das sehr zu Herzen.

Das geht mir an die Nieren.



Diese scheinbaren Belanglosigkeiten die viele Menschen nutzen, um ihr Unwohlsein zu beschreiben, sind keinesfalls als lapidar einzustufen.

Denn psychischer Stress kann über kurz oder lang zu ernsthaften Problemen führen.



Bei jedem dritten Patienten ambulanter Arztbesuche, sind keine organischen Probleme festzustellen. Was jedoch häufig problematisch auffällt:

  • unregelmäßiger und ungenügend Schlaf
  • ein hoher Stresslevel
  • Ängste das eigene Leben, die Zukunft oder den Job betreffend
  • die Auswirkungen von Suchtmitteln wie Ernährung und Alkohol auf das eigene Wohlbefinden

  • Warum Stress krank macht

    Stress ist nicht gleich Stress:

    Problematisch wird es vor allem bei oxidativem Stress, bei dem zu viele reaktive Sauerstoffverbindungen gebildet werden. Diese Entstehen als Nebenprodukt bei der Zellatmung in den Mitochondrien.
    Diese Form des Sauerstoffs ist für den Organismus schädlich, da reaktive Sauerstoffverbindungen in Proteinen zu einer sogenannten Proteinoxidation führen können; eine schädliche Veränderung der Proteinstruktur. (Genauso in Lipiden; Lipidoxidation: Veränderung der Lipidstruktur)

    Sammeln sich im Körper zu viele dieser veränderten Strukturen und können diese nicht repariert werden, so kann es einerseits zu Alterungsprozessen und andererseits zu einer Begünstigung zahlreicher Krankheiten kommen: Diabetes mellitus, Arteriosklerose oder neruodegenerativen Krankheiten wie etwa Alzheimer, Demenz oder Parkinson.

    Außerdem begünstigt oxidativer Stress durch die Oxidationsprozesse (der Proteine oder Lipide) die Vermehrung freier Radikale in unserem Körper. Freie Radikale können in gesundem Maße vorkommend, durch körpereigene Enzyme und Hormone abgewehrt werden. Doch auch hier macht die Menge das Gift.
    Zu viele freie Radikale können zu einem geschwächten Immunsystem führen, welches anfälliger für Krankheiten ist.
    Bekommt der Körper dann nicht genügend Ruhe, um das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und körpereigenen -oder durch gesunde Ernährung zugeführten- Antioxidantien wieder herzustellen, kann es zu einem Kreislauf kommen, der zu andauernden reaktiven Prozessen im Körper führt (Antioxidantien fangen freie Radikale ein). Somit kann es zu so gravierenden Veränderungen in den Zellen kommen, was wiederum Mutationen und in der Folge Krankheiten hervorrufen kann.

    Das Problem des Hamsterrades, des Überarbeitens und des Termin-Hetzens sind nur einige Dinge, die genau das begünstigen.


    Ja aber ich muss doch…

    Was?

    Wer sich in einem Job befindet, in dem selbst gemachter Druck oder Druck von oben eine elementare Rolle spielen, der wird höchstwahrscheinlich Erfahrungen mit Stress haben.

    Wir alle haben ständig viel zu viel zu tun, den Schreibtisch immer voll und nie genug Mut daran etwas zu ändern.

    Weil wir Angst haben den Job verlieren zu können, weniger Geld zu verdienen oder oder oder..

    Ich gehe da auch total d’accord, diese Dinge können beängstigend sein.

    Müssen sie aber nicht.

    Dir muss klar sein, dass deine Gesundheit das Fundament für alles ist, was Du in Deinem Leben machst. Auch für diesen Job.

    Und wenn Du feststellst, dass Du dich ständig über zu viel Stress und Druck beklagst, dann ist es vielleicht Zeit in Erwägung zu ziehen, etwas zu ändern.

    Es gibt immer einen anderen Job, einen anderen Weg. Immer.

    Es gibt aber auch immer Ausreden und Ängste die uns suggerieren, warum wir diesen Weg nicht gehen können.

    Solange wir uns diesen Ängsten nicht stellen, akzeptieren wir besser die Situation in der wir uns befinden. Es bringt ja nichts sich über etwas aufzuregen, was Du sowieso nicht änderst.

    Ernüchternd?

    Du hast die Wahl.


    Ich erinnere mich noch an mein letztes Jahr. Ich hatte zwei Jobs und bin nebenbei in die Uni gefahren, außerdem habe ich Theater gespielt, hatte Proben, musste lernen und wollte nebenbei noch ein soziales Leben führen. Pustekuchen.

    Manchmal wusste ich kaum welcher Tag ist oder wann ich schlafen soll. Es war der totale Overload.

    Und ich hatte nicht mal Zeit das in Frage zu stellen.
    Ich habe den ständigen Druck gespürt. War chronisch unausgeschlafen und mein Energielevel sank aufs Minimum.

    Irgendwann hatte ich 2 Wochen Urlaub und wäre aus diesem fast nicht mehr zurück gekommen.

    Mir wurde klar, dass ich für kein Geld der Welt meine Lebenszeit her gebe, wenn mich das, was ich mache, nicht zu 100% glücklich macht. (Hier mein Post dazu Unglücklichsein)

    Mein Leben ist zu kurz dafür, zu wertvoll.

    Ich will damit sagen, wenn du unzufrieden bist, ändere etwas. Das kann dir niemand abnehmen.


    Sprich mich bitte nicht an, ich hatte noch keinen Kaffee.

    Was ist denn bitte mit einer Gesellschaft los, dir vor dem morgendlichen Kaffee weder ansprechbar, noch wach ist?

    Was muss passieren, dass wir lähmende Müdigkeit als einen Teil des Lebens akzeptieren und versuchen, diese mit unendlichem Kaffeekonsum bekämpfen zu wollen?

    Ich trinke auch gelegentlich Kaffee und habe nichts gegen Kaffeekonsum per se. Aber die erschreckende Wahrheit in meinem Umfeld ist, dass der fehlende Morgenkaffee als Ausrede für alles Mögliche gilt:

  • Müdigkeit
  • schlechte Laune
  • Darmträgheit

  • Hier ist ein Heilmittel gegen diese 3 Miesepeter:

  • Schlaf
  • Zeit für Erholung
  • gesunde Ernährung


  • Wer sich diese Dinge nicht gönnt, ständig müde ist und sich nur mit unendlichen Tassen Kaffe durch den Tag bringt, der produziert in seinem Körper vor allem eines: Stress.

    Fehlender Schlaf hat außerdem noch eine ganz andere schwerwiegende Folge: Reparaturprozesse die die Zellen des Körpers Nachts durchführen, leiden unter dem Schlafmangel extrem.

    Gib deinem Körper Ruhe und Zeit um so zu funktionieren, wie er soll.

    Schlafe mindestens 8 Stunden, trinke ausreichend Wasser über den Tag und minimiere den Stress in deinem Leben.



    Das ist so wichtig. Du hast nur dieses eine Leben.

    Lass es nicht im Stress untergehen.



    live. love. be yourself.
    Sabrina




    Was sind Deine Erfahrungen mit Stress? Bist du -hooked on- Kaffee? Schreib mir was Du denkst.


    Quellen:

    Psychosomatik Wiki

    Psychosomatik

    oxidativer Stress

    freie Radikale


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